Bocholter-Borkener Volksblatt

Regionales

Coronavirus: 7-Tage-Inzidenz jetzt über 100

Aktuelle Zahlen vom 29. Oktober

Donnerstag, 29. Oktober 2020 - 09:50 Uhr

von Sebastian Renzel

Kreis Borken - Die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Borken hat einen weiteren Sprung gemacht. Sie liegt jetzt bei 103,4. Im Vergleich zum Vortag gibt es 62 Neuinfektionen. Damit gelten derzeit 611 Menschen kreisweit als infiziert.

© Uncredited/NIAID-RML/AP/dpa

Auch in Bocholt steigen die Zahlen weiter. Innerhalb eines Tages wurde hier 21 Neuinfektionen verzeichnet. Aktuell sind im Stadtgebiet 145 Menschen infiziert. Einen leichten Rückgang gibt es in Isselburg. Dort sind derzeit 32 Fälle bekannt (Vortag 34). Rhede kommt auf 22 aktuell Infizierte.

Die aktuelle Statistik, die der Kreis Borken zur Verfügung stellt:

Stadt Infizierte Gesundete Verstorbene Infizierte gesamt
Kreis Borken 611 (570) 1519 (1498) 45 (45) 2175 (2113)
Ahaus 67 (63) 176 (175) 5 (5) 248 (243)
Bocholt 145 (128) 256 (252) 10 (10) 411 (390)
Borken 72 (67) 171 (171) 3 (3) 246 (241)
Gescher 19 (18) 66 (65) 2 (2) 87 (85)
Gronau 154 (150) 239 (232) 8 (8) 401 (390)
Heek 2 (2) 35 (35) 0 (0) 37 (37)
Heiden 6 (6) 36 (36) 2 (2) 44 (44)
Isselburg 32 (34) 45 (40) 2 (2) 79 (76)
Legden 5 (3) 20 (20) 0 (0) 25 (23)
Raesfeld 12 (7) 68 (68) 1 (1) 81 (76)
Reken 8 (9) 57 (55) 0 (0) 65 (64)
Rhede 22 (20) 76 (75) 2 (2) 100 (97)
Schöppingen 10 (8) 26 (26) 0 (0) 36 (34)
Stadtlohn 15 (15) 59 (59) 3 (3) 77 (77)
Südlohn 1 (1) 42 (42) 1 (1) 44 (44)
Velen 16 (16) 50 (50) 1 (1) 67 (67)
Vreden 25 (23) 97 (97) 5 (5) 127 (125)

Aufgrund der derzeitigen Lage haben Land und Bund am Mittwoch weitreichende Einschränkungen für den Monat November beschlossen. Dazu äußerte sich auch Landrat Dr. Kai Zwicker.

Kontaktbeschränkungen
Der gemeinsame Aufenthalt in der Öffentlichkeit wird nur noch Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes - insgesamt maximal zehn Personen - gestatten sein. Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen sollen die Ordnungsbehörden sanktionieren. Darüber hinausgehende Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen gelten als inakzeptabel.

Private Reisen
Die Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche - auch von Verwandten - zu verzichten. Das gilt auch im Inland und für überregionale touristische Tagesausflüge. Übernachtungsangebote im Inland soll es im November nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke geben.

Veranstaltungen
Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden einen Monat lang untersagt. Profisportveranstaltungen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden.

Freizeiteinrichtungen
Theater, Opern- und Konzerthäuser, Museen, Messen, Kinos, Freizeitparks, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Thermen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Nicht erlaubt ist auch der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen.

Gastronomie
Restaurants und Lokale, Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen müssen zu bleiben. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause sowie der Betrieb von Kantinen.

Dienstleistungen
Schließen müssen auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Fußpflege bleiben weiter möglich. Auch Friseursalons können öffnen.

Handel
Der Groß- und Einzelhandel bleibt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet - ein großer Unterschied zum umfassenden Lockdown im Frühjahr. In den Geschäften darf sich nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten.

Schulen und Kitas
Auch Schulen und Kindergärten bleiben offen - ein weiterer Unterschied zur Situation im Frühjahr.